Bundesrepublik Deutschland
Nachdem im September 1945 acht pr. T 14¹er aus der amerikanischen Besatzungszone an die Reichsbahn der sowjetisch besetzten Zone abgegeben wurden, verblieben in den drei Westzonen 467 Stück der Baureihe 93.5. Davon mussten insgesamt 15 Kriegsschadloks recht bald ausgereiht werden.

Die DB der Bizone konnte an ihrem Gründungstag 353 Maschinen in ihren Bestand einreihen, in der französischen Zone waren 69 Maschinen bei der SWDE, der Betriebsvereinigung der Südwestdeutschen Eisenbahnen mit Sitz in Speyer sowie 10 Maschinen bei der SEB/EdS, der saarländischen Eisenbahnen/Eisenbahnen des Saarlandes vorhanden. Somit belief sich der Bestand in der Bundesrepublik Deutschland auf insgesamt 452 Loks der Baureihe 93.5. Als Nachzügler kam im Juli 1950 die Rückgabelok 93 1041 aus Belgien dazu, so dass kurzzeitig 453 Loks vorhanden waren

Erste DB 93.5er wurden 1955 abgestellt, die beiden Unfallloks 93 748 (1956 ausgemustert) sowie 93 555 (1957 ausgemustert). Nachdem die HVB am 24. September 1959 angeordnet hatte dass 93.5er nur noch eine Auslaufuntersuchung der Schadgruppe L3 und daran folgend nur noch eine L2 bekommen sollten, ging es den Tenderloks mit der HVB Verfügung 21.213 Fau 382 vom 30. September 1960 so richtig an den Kragen. Mit dieser Verfügung (sie umfasste insgesamt 876 Dampfloks verschiedener Baureihen) wurden auf einen Schlag 101 Loks der Baureihe 93.5 zur Ausmusterung freigegeben.

Der Bestand sank kontinuierlich weiter, das DB-Computerzeitalter, sprich den 01. Januar 1968 erreichten buchmäßig noch 7 Maschinen, sie wurden in die Baureihe 093 eingereiht. Ein Unfall beendete den Einsatz der letzten T 14.1er, der 093 526-2. Glücklicherweise blieb sie als einzige Vetreterin der Baureihe 93.5 erhalten, im DDM, dem Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt-Wirsberg, wird sie als Ausstellungsexponat bestens gepflegt.

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