BR 44

Während des Zweiten Weltkrieges, ab 1942, erfolgten eine kriegsbedingte Vereinfachung der Konstruktion und die Auslieferung der so gebauten Exemplare als Baureihe 44ÜK (Übergangskriegslokomotive). Die auffälligsten Merkmale der ÜK-Lokomotiven waren der Verzicht auf Windleitbleche (die ab 44 013 Standard waren) und der Verzicht auf das jeweils vordere Führerstandsseitenfenster. Ab der Betriebsnummer 44 786 entstanden vermutlich alle Maschinen in vereinfachter Ausführung. Bei den nach Kriegsende im Einsatz verbliebenen Loks wurden die Vereinfachungen später größtenteils beseitigt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die 1753 für die DR gebauten Lokomotiven der BR 44 bei folgenden Bahnverwaltungen verblieben:
DB ab September 1949: 1.242 Stück
DR: 335 Stück
PKP: 67 Stück
ČSD: 3 Stück
ÖBB: 11 Stück (+ 5 Stück ÖBB (T), Beutegut der sowjetischen Besatzungsmacht)
SNCF: 14 Stück (als Baureihe 150 X bezeichnet)
SNCB: 1 Stück
Verbleib unbekannt: 74 Stück

Von 1926 bis 1949 wurden insgesamt 1.989 Lokomotiven hergestellt.
Die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) gab 1952 neun Maschinen an die Deutsche Bundesbahn (DB) ab. Die DB übereignete der französischen Staatsbahn SNCF als Reparationsleistung mindestens 291 Maschinen. Dabei handelte es sich vorwiegend um in Frankreich gebaute Lokomotiven. Die SNCF wiederum verkaufte 1955 48 Maschinen an die türkische Staatsbahn TCDD (Baureihe 56).
Bis zur Ablösung durch moderne Diesel- und Elektrolokomotiven waren die Maschinen der BR 44 das Rückgrat des schweren Güterzugdienstes in Deutschland.
Quelle: wikipedia